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Der Ursprung der Wespin-Stiftung Das Kinder- und Jugendheim Wespinstift wurde nach dem „Kinderdorf-Prinzip“ in der Mitte der sechziger Jahre in den neu entstehenden Mannheimer Stadtteil Vogelstang integriert. Träger ist die Familie-Wespin-Stiftung Mannheim, die 1889 von der Fabrikantentochter Dorothea Wespin mit der Absicht ins Leben gerufen wurde, ein Waisenhaus für Kinder und Jugendliche aller christlichen Konfessionen zu schaffen. Leitbild Das Wespinstift ist eine moderne Jugendhilfeeinrichtung, die ihr professionelles Handeln nach den Grundwerten Ganzheitlichkeit, Wertschätzung, Stabilität und Berechenbarkeit,Parteilichkeit, Prozessorientierung und Partizipation ausrichtet. Das Wespinstift hat eine breit gefächerte differenzierte Palette von Leistungsangeboten entwickelt, um den individuellen Hilfebedarfen der betreuten Kinder und Familien adäquat begegnen zu können.Zum Selbstverständnis der Einrichtung gehört darüber hinaus die ständige Weiterentwicklung orientiert an den Leitlinien und Vorstellungen der Jugendhilfeplanung und unserer Partner im Jugendamt. Konzept/ Grundelemente der pädagogischen Arbeit Bezugsbetreuung Der Kern der stationären Betreuung bilden die Wohngruppen. Sie sind der Lebensraum für die individuelle Entwicklung und Reifung und geben Rückhalt für den Entwurf eigener Lebensperspektiven. Jedes Kind bzw. jeder Jugendliche hat eine Bezugsperson, die ihm die Möglichkeit zum Aufbau einer verlässlichen und stabilen Beziehung anbietet. Sie hilft und begleitet das Kind / den Jugendlichen, sich im neuen Lebensumfeld zu orientieren und einzufinden. Durch die Bezugsperson erfolgt eine Bündelung und Steuerung aller das Kind / den Jugendlichen betreffenden Hilfsangebote. Erziehungsplanung In allen teilstationären und stationären Gruppen erfolgt eine zielgerichtete differenzierte Planung der erzieherischen Arbeit unter Berücksichtigung des Lebensentwurf der Kinder und Jugendlichen und der Familien. Im pädagogischen Handlungskonzept und im erzieherischen Alltag sind Methoden verschiedener pädagogischer und therapeutischer Richtungen integriert, so z. B. verhaltenstherapeutische Prinzipien in Form von Verhaltensplänen oder Selbstinstruktionstraining. Elternarbeit Für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, dass sie das Zusammenleben mit oder der Kontakt zu ihrem primären Lebensfeld gestaltet und Perspektiven zur Veränderung entwickelt werden oder aber der Bezug zu ihren ursprünglichen Lebensbeziehungen nicht verloren geht.Die pädagogische Arbeit ist deshalb so weit wie möglich auf eine intensive Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie bzw. den Sorgeberechtigten ausgerichtet. Dies schließt auch den Einbezug der Familienangehörigen in den pädagogischen Alltag, dort wo dies sinnvoll erscheint, ein. Die Elternarbeit orientiert sich an den Ressourcen der Familien und versucht diese für den erzieherischen Prozess zu nutzen. In Beratungsgesprächen mit den Eltern werden mit diesen gemeinsam Handlungs- und Lösungsstrategien entwickelt.Elternabende der einzelnen Gruppen und Feste der Einrichtung runden das Angebot ab. Kinderpsychiatrische Fachberatung und Betreuung Eine kinderpsychiatrische Grundversorgung der stationär untergebrachten Kinder und Jugendlichen wird durch die enge Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim gewährleistet. Zwei Kinderpsychiaterinnen des Zentralinstituts sind auf Honorarbasis in der Einrichtung tätig.Dies ermöglicht beständige Fachberatung der Mitarbeiter/innen und eine umfassende psychiatrische und psychologische Diagnostik und ggf. Behandlung der Kinder- und Jugendlichen. Schule und Berufsausbildung Unsere Kinder und Jugendlichen besuchen öffentliche Schulen. In unmittelbarer Nachbarschaft des Wespinstiftes befindet sich ein Schulzentrum mit Haupt-, Realschule und Gymnasium. Lehre oder überbetriebliche Ausbildungs- und Fördermaßnahmen schließen sich an. Heilpädagogische Förderung und - therapie Im stationären Bereich werden die Kinder und Jugendlichen ergänzend zum pädagogischen Angebot in der Gruppe einrichtungsintern therapeutisch, heilpädagogisch, musiktherapeutisch und ergotherapeutisch einzeln und in Gruppen gefördert und behandelt.Daneben greifen wir auf die Ressourcen des Gemeinwesens zurück, wenn spezielle Therapie- und/oder Behandlungsmethoden angezeigt sind. Freizeit Zur Entwicklung sinnvoller Formen der Freizeitgestaltung, zur Förderung der sozialen Kompetenz und zur Prävention von Konsum- und Suchtverhalten bestehen interne freizeitpädagogische Angebote wie z.B. Werkgruppen, Sportabende oder ein Internet-Café.Die Einrichtung ist Mitglied in der Interessengemeinschaft nordbadischer Heime, die sportliche Turniere z.B. im Fußball, Tischtennis, Basketball u.a. für die Kinder und Jugendlichen der angeschlossenen Einrichtungen veranstaltet.Soweit möglich werden die Kinder und Jugendlichen darüber hinaus in Sportvereine und andere Institutionen des Stadtteils integriert. Dazu werden in Kooperation mit dem Jugendhaus des Stadtteils auch gemeinsame Projekte z.B. Mädchen- oder Jungentag entwickelt und durchgeführt. Ferienfreizeiten, die aus den Gruppen heraus und auch gruppenübergreifend entwickelt werden, sind ebenso ein integraler Bestandteil unseres Erziehungskonzeptes.Sie fördern das Zusammenleben in den Gruppen und bieten den Kindern und Jugendlichen an ihren Ressourcen orientierte Erlebniswelten an. Ferienmaßnahmen werden unter erlebnispädagogischen Aspekten gestaltet.
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Seit 2003 nimmt die Einrichtung im Rahmen der Qualitätsentwicklung und -sicherung an der EVAS Evaluationsstudie des Instituts für Kinder und Jugendhilfe in Mainz teil. Damit möchten wir die Effekte unserer Arbeit überprüfen und Erkenntnisse für die qualitative Weiterentwicklung gewinnen. 
Evaluationsstudie erzieherischer Hilfen Ziele - Darstellung der Klientel
- Beschreibung der psychosozialen Belastungsfaktoren
- Erfassung der pädagogisch-therapeutischen Methoden und Umfänge der Arbeit (Prozeßqualität)
- Erfassung und Darstellung der Effekte (Ergebnisqualität)
- Erfassung struktureller Merkmale in den Einrichtungen und Diensten (Strukturqualität)
- Herausarbeiten von fördernden und hemmenden Wirkfaktoren
- Kosten-Nutzen-Darstellung (Effizienz)
- Aufzeigen einrichtungsinterner Stärken (Prozeß- und Ergebnisqualität)Q
- Qualitätssicherung und -entwicklung
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