Stationäre Wohngruppen

Sport und Freizeit

Sport und erlebnispädagogische Aktivitäten sind schon immer ein Schwerpunkt in der freizeitpädagogischen Arbeit des Wespinstifts, da insbesondere der Sport ein wichtiges Medium nicht nur zur Vermittlung sozialer Kompetenz, sondern auch zur Förderung von motorischen Fertigkeiten und Selbstbewusstsein ist.

So nehmen Kinder und Jugendliche aus dem stationären und teilstationären Gruppen seit vielen Jahren im Rahmen der Interessengemeinschaft der nordbadischen Kinder- und Jugendheime an gemeinsamen Wettkämpfen teil. Das Wespinstift organisiert traditionell das alljährlich im Frühjahr stattfindende Tischtennisturnier.

In den Ferien bilden erlebnispädagogisch orientierte gruppenübergreifende Ferienfahrten einen wichtigen Baustein in der pädagogischen Arbeit. Über verschiedene Medien wie Kanu fahren, Rad fahren oder Klettern werden den Kindern und Jugendlichen individuelle Erfahrungen vermittelt mit dem Ziel die Wahrnehmung eigener Grenzen und Fähigkeiten zu verbessern.

Der wichtigste Bereich im Wespinstift ist für viele Kinder der Sport- oder Fußballplatz. Im gemeinsamen Spiel wird das Einhalten von Regeln geübt, ebenso Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber Schwächeren. Auch dass die Nachbarn ein Recht auf Ruhe haben und man den Ball nicht einfach aus Spaß in deren Garten schießt, muss so mancher Heißsporn erst lernen.

Die Waldtage im Wespinstift

„Ich geh nicht mit zum Wandern“
Seit vielen Jahren gehen einmal im Monat 3 BetreuerInnen mit einer gemischten Gruppe von Jungs und Mädchen aus allen stationären Wohngruppen des Wespinstifts in den Wald zum Wandern. Die Waldtage sind mittlerweile legendär und allseits beliebt („wenn wir nicht gleich da sind, bring ich mich um“). Entscheidend für das Gelingen des Tages ist schon mal die Sitzordnung im Bus, weil das für das Einstellen der Radiosender wichtig ist: „Mach mal Big FM rein.“ „Mach mal lauter.“ Meist ist schon die Fahrt zu den Ausflugszielen ein Abenteuer für sich: „Ich muß Pipi.“, „Mein Gameboy ist weg“, „Der hat an meinem Gurt gezogen.“

Kaum im Odenwald oder Pfälzer Wald angekommen, aus dem Bus ausgestiegen kommt die obligatorische und häufigste Frage: „Wie weit ist es denn noch?“.Eine Landkarte ist immer dabei, oftmals auch ein Kompass und die Kids sollen selbst lernen, sich im Wald und Gelände zu orientieren und nach Weg-Kennzeichnungen zu schauen. Wenn auf die Ankündigung „Ich lauf schon mal ein bisschen vor“, die Antwort „Aber nur bis zur nächsten Kreuzung!“ folgt, muss kurze Zeit später trotzdem oft genug eine längere Suchaktion gestartet werden, weil sich mal wieder ein Trupp verlaufen hat, der es allzu eilig hatte.

Jeder Teilnehmer trägt seinen eigenen Rucksack mit Proviant und Getränken. Da ist natürlich überlebenswichtig, dass ausreichend Picknick- und große Essenspausen eingeplant sind, denn die Frage „Wann machen wir endlich Pause, ich hab Hunger?“ kommt spätestens, nachdem wir den Bus 100 Meter hinter uns gelassen haben. Manchmal haben wir auch Würstchen zum Grillen dabei oder kehren mittags für eine Erbsensuppe in eine Wanderhütte ein. Wichtig ist, dass außer Wald auch noch etwas Anderes geboten wird („Hier waren wir beim letzten Mal schon, nix außer Bäume überall ...“); ein bisschen Abenteuer oder attraktive Ziele müssen schon dabei sein, wie z.B. eine Seilbahnfahrt in Edenkoben, Klettern im Felsenmeer oder in der Margarethenschlucht im Neckartal, Drachensteigen lassen auf einem alten Waldsportplatz in Deidesheim, eine „Letter-Box“-Schatzsuche beim Isenach-Weiher in der Pfalz, der Nibelungenweg mit Drachensagen bei Grasellenbach im Odenwald, Feuer machen im Tiefschnee, der Exotenwald in Weinheim, ein Ausflug nach Korsika, die Hardenburg bei Bad Dürkheim, die Ruine Lichtenklinger Hof, ...

Besondere Attraktivitäten sind natürlich auch Tierbeobachtungen zwischendurch, wie z.B. ein Reh, das unseren Weg kreuzt und die Mädchen zum Kreischen bringt, ein Fuchs, der im Gebüsch verschwindet und insbesondere den Kleineren unheimlich ist, Salamander, Frösche und Blindschleichen, die eingehend beobachtet und untersucht werden müssen. Seltsamerweise zieht immer einer der Jungs irgendwann einen Fußball aus den Tiefen seines Rucksackes und fragt nicht selten im dichtesten Tannenwald „Wo kann man denn hier Fußball spielen?“ Sehr beliebt bei Jugendlichen „Wann machen wir wieder eine Abkürzung?“ und bei den Erzieherinnen „Ich geh keinen Schritt weiter und da runter schon gar nicht!“ sind Geralds Querfeldein-Einlagen, weil keiner so genau weiß, wo man später rauskommen wird.

Wenn wir dann die Waldtage auch mal kombinieren mit Aktionen wie Schlittschuhlaufen, Schwimmen, Besuch eines Weihnachtsmarktes, der Schnipseljagd in Malsch mit Wettkämpfen in Bogenschießen, Holzsägen usw., hört man aber auch schon mal die Aussagen: „Ich hab neue Trekkingschuhe, gehen wir mal wieder ins Felsenmeer?“, „Auf welche Burg geht’s denn dieses Mal?“ oder: „Ich bin beim nächsten Mal wieder dabei!“

Musik bei Gina

Musiktherapeutische Konzeption 01

Musiktherapeutisches Konzept innerhalb des heilpädagogischen Förder- und Therapieangebotes im stationären Bereich des Wespinstifts
Mittels unterschiedlicher musiktherapeutischer Verfahrensweisen wie konflikt-, erlebnis-, übungszentrierter, stimmorientierter oder rezeptiver Musiktherapie wird den Kindern / Jugendlichen die Möglichkeit geboten, im Erleben des selbst erschaffenen Klangraumes (Selbst-)Vertrauen in das eigene Potential zu erleben.

Auf dieser „ich kann Erfahrung“ aufbauend, können die Kindern/ Jugendlichen im Erleben der „selbst geschaffenen Klangwelt“ in spielerischer Weise die Beeinträchtigungen in der realen Welt darstellen, erleben, mit ihnen experimentieren und neue Wege des Umgangs mit ihnen erleben.

Die anschließende verbale Reflexion, der in der Klangwelt erlebten neuen Möglichkeiten im Umgang mit den eigenen Beeinträchtigungen. Sie unterstützt den Transfer des als eigene neue Verhaltensmöglichkeit Erkannten in die reale Welt der Beziehung sowohl zur eigenen Person wie zu den Personen des persönlichen Umfeldes. Schwerpunkt der musiktherapeutischen Förderung und Behandlung innerhalb des heilpädagogischen Gesamtangebotes ist hierbei im Besonderen die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung und der persönlichen Kompetenzen der Kinder/Jugendlichen im Bereich der Eigenständigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit.

RZ Wespinstift Bildmarke RGB

Kinder- und Jugendhilfezentrum Wespinstift

Einrichtungsleitung:
Andrea Knerr

Adresse:
Mecklenburger Straße 56
68309 Mannheim

Telefon: (0621) 714 95-0
Telefax: (0621) 714 95-11
E-Mail: info@wespin-stift.de